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Adresse

Hospiz Konstanz e.V.
Talgartenstraße 2
78462 Konstanz

Telefon

+49(0)7531/69138-0

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Die Gründungsidee des Hospiz Konstanz e.V.

„Hospize“ waren im Mittelalter Herbergen für Pilgernde auf ihrem Weg. Sie wurden von Ordensgemeinschaften geführt und standen dem Kranken und Sterbenden, der Frau in den Wehen, dem bedürftigen Armen oder dem Waisenkind offen. Schutz, Erfrischung, Fürsorge und Beistand waren die Grundidee der Hospize. Abgelöst wurden sie später durch die großen christlichen Hospitäler. Im weiteren Verlauf kamen staatliche und kommunale Einrichtungen dazu.
Nachdem Cicely Saunders 1967 in London das erste moderne stationäre Hospiz gegründet hatte, entwickelte sich im Lauf der Zeit der Begriff „Hospiz“ vom rein stationären Haus zu einem Konzept für die Begleitung Schwerkranker, Sterbender und ihrer Angehörigen.
Es geht bei der Hospizarbeit nicht darum, neue Institutionen zu errichten, sondern vielmehr um die Umsetzung der Hospizidee. Dazu bilden die sogenannten „ambulanten Hospizgruppen“ die Grundidee.

Ambulante Hospizdienste

Ambulante Hospizdienste stellen die Basis der Hospizarbeit dar. Ehrenamtliche HelferInnen, die auf ihre Aufgabe vorbereitet werden, begleiten schwerkranke und sterbende Menschen zu Hause. Sie ermöglichen in Absprache mit den ambulanten Diensten und Hausärzten, dass die Familienangehörigen entlastet werden und der unheilbar kranke Mensch möglichst in seiner gewohnten Umgebung in Würde sterben kann.
Der ambulante Hospizdienst ist eine Ergänzung zu den vorhandenen ambulanten Pflegediensten. Die MitarbeiterInnen des Hospizdienstes arbeiten eng mit diesen zusammen, übernehmen aber keine pflegerischen Aufgaben. Für die Betreuung durch das Hospiz werden keine Entgelte erhoben. Die Aufwendungen werden in der Regel durch Fördermittel und Spenden abgedeckt.
In den meisten Hospizinitiativen gibt es eine hauptamtliche Mitarbeiterin, die die Einsätze plant, koordiniert und die ehrenamtlichen MitarbeiterInnen berät und unterstützt.

Stationäre Hospize

Bei den stationären Hospizen handelt es sich um spezielle Häuser mit mindesten acht Betten, in denen der Tagesablauf individuell auf die Gäste abgestimmt ist. In Anlehnung an die mittelalterlichen Hospize und in Abgrenzung an das Negativbild des Patienten als „Objekt“ verwenden viele Hospize den Begriff „Gast“, wenn sie von den sterbenden Menschen in ihren Häusern sprechen. Dort ist die umfassende und qualifizierte Betreuung rund um die Uhr sichergestellt. Die Aufnahme in das stationäre Hospiz erfolgt nur freiwillig und auf Wunsch des Kranken. Es soll ein Zuhause bis zuletzt bieten.

Palliativstationen

Der Begriff „palliativ“ (lindernd) wird in der Medizin benutzt, um diese Art der Therapie von der sogenannten „kurativen“ (heilenden) Therapie zu unterscheiden.
Bei den Palliativstationen handelt es sich um speziell auf schmerzlindernde (palliative) Therapie eingerichtete Stationen im Krankenhaus. Ihr Ziel ist es, akut auftretenden Problemen zu begegnen (z.B. Schmerzen, Atemnot), die einen Krankenhausaufenthalt nötig machen. Dieser medizinische Aspekt ist dabei Teil eines ganzheitlich orientierten Konzeptes, in dem körperliche, seelische, spirituelle und soziale Sichtweisen sich überlagern und ergänzen. Den Patienten soll dadurch ermöglicht werden, nach dem Krankenhausaufenthalt erneut ein Leben in ihrer häuslichen Umgebung zu führen.

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