Hintergründe

Die Philosophie des Hospiz

Mit dem mittelalterlichen, ursprünglich christlich geprägtem Begriff Hospiz verbindet sich die Erwartung persönlicher Zuwendung, fürsorglicher Pflege sowie intensiven Bemühens um die Linderung von Schmerzen, um Sinnerfahrung und tröstende Nähe in der Trauer. Die Begleitung schwerkranker Menschen beschränkt sich nicht nur auf die medizinische und pflegerische Betreuung, sondern umfasst alle Versuche, einem anderen Menschen als Mensch nahe zu sein. Die Begleitung Sterbender ist somit in erster Linie zwischenmenschliche Begegnung, die durch professionelle Hilfe ergänzt wird.
Der Hospizbewegung geht es auch darum, das Thema Sterben in unserer Gesellschaft zu enttabuisieren und Sterben wieder als Teil des Lebens anzusehen, in dem der sterbende Mensch mit seinen Bedürfnissen ganz im Mittelpunkt steht.
Die Hospizidee kann in verschiedenen Organisationsformen realisiert werden. Gemeinsam ist ihnen die intensive, interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Pflegenden, Angehörigen, ehrenamtlichen Helfern, Geistlichen u.a.


Die Gründungsidee des Hospiz Konstanz e.V.

Im September 1993 wurde der Verein von 10 Männern und Frauen aus verschiedenen Berufen gegründet. Die Entscheidung, eine eigenständige, lokale Organisation zu gründen, war im wesentlichen von der Idee geprägt, ein konfessionell und weltanschaulich unabhängiges Angebot für schwerstkranke und sterbende Menschen und ihre Angehörigen in Konstanz und Umgebung zu machen.
In der Satzung wurde festgeschrieben:

„Ziel des Vereins ist, menschliche Werte bis an das Lebensende zu erhalten.
Der Verein erfüllt seine Aufgaben durch
- Information in der Öffentlichkeit
- Weiterbildung von interessierten Personen
- Bereitstellung finanzieller Mittel-
- konkreter psychischer, sozialer und medizinischer Hilfe für Schwerkranke und deren Angehörigen.“


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