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Was ist Trauer?

Trauer ist die natürliche Reaktion eines Lebewesens auf drohenden oder erlebten Verlust von etwas oder jemand Geliebtem / Wertvollen.

Je nach Bedeutung der Person / des Gegenstandes, der Länge und Art der Beziehung, den Umständen, die zum Verlust geführt haben (plötzlich, überraschend, erklärbar, voraussichtlich, unerklärlich, natürlich) und der Lebenssituation der Trauernden zeigt sich Trauer in vielen unterschiedlichen, oft schlagartig wechselnden, scheinbar unverbundenen Emotionen – wie Angst, Wut, Traurigkeit, Erleichterung, Starre, Ohnmachtsgefühle, Aktivismus u.v.m..

Trauernde leiden auch unter enormen körperlichen Symptomen von unterschiedlichsten Schmerzen und Schwächegefühlen, über Schlaf- und Appetitlosigkeit, stark erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten, Herzprobleme, fast immer Merkfähigkeits- und Konzentrationsstörungen u.v.m..

Trauer kann bewältigt werden, indem sie ins Leben integriert wird, sie ändert sich, geht aber nicht weg. Trauer ist nicht pathologisch sondern ein natürlicher Anpassungsprozess an „ein Leben ohne…“. Evolutionär gehört die Fähigkeit zu trauern zu der Grundausrüstung eines Lebens mit Verlusten. Die individuelle „Trauerkompetenz“ ist sehr unterschiedlich.
Kommen bestimmte Faktoren im Leben des Trauernden hinzu, z. B. Mehrfachverluste Gewalterfahrung, Schuld am Tod, Armut, eigene Krankheit o. Ä., kann sich normale Trauer in pathologische Zustände z. B. Depressionen entwickeln.

Trauer muss bei normalem Verlauf nicht therapiert werden, braucht aber Ausdruck, Raum und ein „Du“. Wie sich das für jemand gestaltet, hängt von der Person ab. Inzwischen gibt es zahlreiche Begleitungsangebote für Trauernde.

Erschwerte Trauer, die in pathologische Zustände führt, sollte in professionelle, therapeutische Hände.

Posted in: 6. Trauer(nde)

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