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Hospiz Konstanz e.V.
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78462 Konstanz

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Kinder- und Jugendhospizarbeit im Landkreis Konstanz

Neu: Besuchen Sie unsere Website der Kinder- und Jugendhospizarbeit im Landkreis Konstanz

 

 

 

 


 

Unsere Kinder- und Jugendhospizarbeit ist ein  Angebot für den gesamten Landkreis Konstanz. Es richtet sich an Betroffene aus den Städten Konstanz, Singen, Radolfzell, Tengen, Engen, Stockach, Aach und den umliegenden Gemeinden in der westlichen Region am Bodensee. Eine Auflistung der Städte und Gemeinden im Landkreis Konstanz finden Sie hier.

Was wir tun

Bricht eine lebensbedrohliche Krankheit über ein Familienmitglied herein, kommt vieles zu kurz. Oft laufen vor allem die gesunden Kinder Gefahr, mit ihren spezifischen Bedürfnissen nicht ausreichend wahrgenommen zu werden.

Kinder – und auch noch Jugendliche – sind abhängig von den Erwachsenen. Sie sind auf ihre Zuwendung und auf ihre Erklärungen angewiesen, auf ihren Trost und auf ihre Unterstützung. Die betroffenen Eltern sind ungeheuren Anforderungen ausgesetzt. Wir möchten Familien in solchen Zeiten entlasten.

Wir entlasten Familien

Wir entlasten Familien, die ein lebensbedrohlich erkranktes Kind betreuen.

Wenn eine Familie die Diagnose einer lebensbedrohenden oder lebensbegrenzenden Erkrankung eines Kindes bekommt, bricht zunächst alles zusammen. Plötzlich ist nichts mehr wie es war. Gefühle der Wut und Ohnmacht entstehen, Mut und Verzweiflung wechseln sich ab, alle Beteiligten sind hin- und hergerissen zwischen Hoffen und Bangen.

Alles dreht sich um die Krankheit des betroffenen Kindes. Der Alltag wird schwierig und muss doch aufrechterhalten werden, oft über viele Jahre. Vieles wächst einem über den Kopf. Oft reicht die Kraft nicht, um auf sich selbst aufzupassen, sich angemessen um die gesunden Geschwister zu kümmern und als Eltern Zeit miteinander zu verbringen. Auch alleinerziehende Eltern geraten in Not. Tausend Fragen entstehen und nur wenige Menschen stehen hilfreich bei.

Wir entlasten Familien und Kinder

Wir entlasten Familien, in denen Kinder/Jugendliche vom Sterben eines nahen Angehörigen betroffen sind.

Wenn ein Elternteil stirbt, wird die Situation für Kinder und Jugendliche sehr bedrohlich. Wo jüngere Kinder oft sehr gut »funktionieren«, weil sie Rücksicht nehmen, sich häufig schuldig fühlen oder Angst haben, reagieren Jugendliche manchmal unverständlich, abweisend oder wütend, verstummen oder flüchten vor zu Hause. Alle sind in Not und oft reicht die Aufmerksamkeit der Erwachsenen nicht für die besonderen Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen in dieser Zeit.

So helfen wir Ihnen

Kinderhospizpatinnen

Der 9-jährige Florian erklärt seiner kleinen Schwester: „Das sind Frauen, die kommen, wenn Kinder ganz traurig sind.“

  • Eine unserer Fachkräfte kommt ab dem Zeitpunkt der Diagnose zu Ihnen nach Hause oder in die Klinik und klärt mit Ihnen zusammen Ihre Bedürfnisse ab.
  • Auf Wunsch vermittelt sie Ihnen eine oder zwei unserer ehrenamtlichen »Paten/innen«. Diese verstehen sich als eine Art »Angehörige auf Zeit«, die dort ergänzen, wo Zeit, Kraft oder Lebensumstände Grenzen haben. Die Art der Begleitung, die Häufigkeit und Dauer richten sich nach den Bedürfnissen der Familienangehörigen. So betreuen die Paten/innen die Kinder z.B. bei den Hausaufgaben, spielen mit ihnen, lesen vor oder machen mit ihnen kleine Ausflüge. Wenn die Eltern mal weg gehen möchten, hüten sie die Kinder. Die Paten/innen können auch kleine Hilfsdienste oder Fahrten übernehmen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den gesunden Geschwisterkindern, die oft zu kurz kommen.
  • Die Paten/innen schaffen Freiräume, damit sich Eltern und Angehörige ab und zu auch für sich selbst Zeit nehmen können.
  • Selbstverständlich unterliegen alle Mitarbeiter/innen der Schweigepflicht.
  • Darüber hinaus suchen wir mit Ihnen zusammen nach Möglichkeiten professioneller Hilfe, zeitlicher Entlastung oder ggf. finanzieller Unterstützung. Wir vermitteln Fachdienste oder ergänzende Hilfen. Bei Bedarf beraten wir Mitarbeiter von Einrichtungen vor Ort (Kindergarten, Schule etc.), die zur Verbesserung Ihrer Situation beitragen können.
  • Diese Angebote sind unabhängig von Nationalität, Religion und Weltanschauung und für die Betroffenen kostenlos.

 

Alles ist jetzt anders – Gruppe für trauernde Kinder

2015 bieten wir die Gruppe zum sechsten Mal  an. Die bisherigen Erfahrungen sind äußerst positiv: sowohl die Kinder als auch die anderen Familienmitglieder haben sehr von den Treffen profitiert.

Die Gruppe ist für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Um wen die Kinder trauern oder wie lange der Verlust her ist, ist sehr unterschiedlich. Die Teilnahme an der Gruppe ist kostenfrei. Es finden im Vorfeld und danach Elterngespräche statt.

Nähere Informationen finden Sie [hier].

 

Wenn ein Elternteil plötzlich stirbt

Erschreckend oft kommt es vor: ein Elternteil stirbt plötzlich – durch Unfall, Suizid oder Krankheit. Es ist immer ein Notfall und bringt alle Beteiligten in eine schwere Krise, die lange Zeit dauern kann, bis stabile Rahmenbedingungen unter veränderten Voraussetzungen geschaffen sind. In der Stadt Konstanz sowie im Landkreis Konstanz gibt es zahlreiche Hilfsangebote, die für Betroffene in dieser Situation sinnvoll und nützlich sein können. Manchmal ist es aber selbst für Fachleute schwer, diese Angebote alle im Blick zu haben.

Hervorgegangen aus dem „Runden Tisch Kinder- und Jugendhospizarbeit im Landkreis Konstanz“, an dem sich verschiedenste Fachdienste, Beratungsstellen, ambulante Dienste etc. beteiligen, ist daher diese Broschüre. Sie soll Betroffenen und Fachleuten anhand der wichtigsten Themen und Fragen, die in einer solchen Situation auftauchen, als kleiner Leitfaden dienen. Ermöglicht wurde die Broschüre durch eine zweckgebundene Spende, für die wir sehr dankbar sind.

Lesen Sie dazu unsere Broschüre “Wenn ein Elternteil plötzlich stirbt”.


Hintergrundinformationen und mehr zur Kinder- und Jugenhospizarbeit auch auf unserer neuen Website unter: www.kinderhospizarbeit-konstanz.de

 

 

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